Bitcoin-Woche in 5 Minuten: Binance-Hack und Erstattung, Core-Updates und eine Lehre für alle
Transparenz: Dieser Beitrag enthält keine Werbelinks. Alle Angaben stehen mit Datum und Quelle im Text, Stand 01.11.2026.
Die Bitcoin-Woche vom 26.10. bis 01.11.2026 in fünf Minuten. Kurz eingeordnet für alle, die ihre Bitcoin selbst verwahren oder es vorhaben.
Das Wichtigste in 30 Sekunden:
- Binance: Hacker haben Token im Wert von rund 6,3 Milliarden US-Dollar gestohlen. Laut Reuters hat Binance inzwischen 95 % davon mit Firmengeld ersetzt.
- Bitcoin-Abhebungen: Bei Binance laufen sie seit Sonntag, 01.11., wieder. Andere Coins sollen in Phasen folgen.
- Bitcoin Core: Drei Sicherheitslücken sind geschlossen. Wer einen eigenen Node hat, aktualisiert.
- Gebühren: Am 30.10. reichte laut mempool.space 1 sat/vB für eine schnelle Bestätigung.
1. Binance: größter bekannter Börsen-Hack, jetzt fast ganz ersetzt
Binance hat am 30.10.2026 einen Sicherheitsvorfall bestätigt und den Schaden auf rund 6,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Laut Binance wurden bis Freitag (30.10.) etwa 3 Milliarden US-Dollar mit Partnern eingefroren. Abhebungen waren vorübergehend gestoppt.
Neu seit dem 01.11.: Laut Reuters hat Binance 95 % der gestohlenen Token ersetzt. Dafür hat die Börse nach eigenen Angaben rund 6 Milliarden US-Dollar eigenes Geld eingesetzt, unter anderem aus ihrem Notfallfonds SAFU. Die restlichen 5 % sind weniger gängige Coins, die länger dauern. Bitcoin-Abhebungen laufen seit Sonntagmorgen (kurz nach 7 Uhr MEZ) wieder, andere Coins sollen in Phasen folgen.
Wer steckt dahinter? Das FBI hat am Samstag (31.10.) laut Reuters die nordkoreanische Hackergruppe TraderTraitor verantwortlich gemacht. US-Präsident Trump sagte am selben Tag, die USA seien sich noch nicht sicher. Nordkorea bestreitet solche Angriffe seit Jahren.
Was heißt das für dich? Dass Kunden ihr Geld zurückbekommen, ist eine Entscheidung von Binance, kein Automatismus. Coins auf einer Börse hängen an deren Technik, Personal und gutem Willen. Wer langfristig hält, holt sie in die eigene Wallet.
Quellen: Binance: Security Incident Update (30.10.2026), CNBC (30.10.2026), BBC-Liveticker (30.10.2026), Reuters via Investing.com (01.11.2026)
2. Gestohlene Bitcoin: niemand kann sie einfrieren
Laut CoinDesk wurden rund 18.270 BTC aus der Hot Wallet von Binance abgezogen und auf 19 Adressen verteilt (Stand 30.10.2026). Stablecoin-Herausgeber wie Tether und Circle haben dagegen verbundene Token eingefroren. Bei Bitcoin geht das nicht, weil es keinen Herausgeber gibt.
Was heißt das für dich? Keine zentrale Stelle kann deine Bitcoin sperren. Die Kehrseite: Was weg ist, holt auch niemand per Knopfdruck zurück. Sorgfalt bei Schlüsseln und Adressen ist deshalb deine Aufgabe.
Quelle: CoinDesk (30.10.2026), mehr dazu in den Bitcoin-News vom 30.10.2026
3. Bitcoin Core: drei Lücken geschlossen
Am 28.10.2026 haben die Bitcoin-Core-Entwickler drei Schwachstellen offengelegt. Behoben sind sie in den Versionen 29.5, 30.4, 31.2 und 32.1.
Was heißt das für dich? Wer einen eigenen Node betreibt, aktualisiert über bitcoincore.org und prüft die Signaturen. Wer keinen Node hat, muss nichts tun.
Quelle: bitcoincore.org: CVE-2026-117349, CVE-2026-117350, CVE-2026-117346 (28.10.2026)
4. Mining: Schwierigkeit steigt, Gebühren niedrig
Die Mining-Schwierigkeit stieg am 29.10.2026 um rund 5,54 Prozent. Am 30.10. um 6:41 Uhr MEZ reichte laut mempool.space 1 sat/vB für eine schnelle Bestätigung.
Was heißt das für dich? Niedrige Gebühren sind ein guter Moment, Coins von der Börse in die eigene Wallet zu holen. Prüf vorher den aktuellen Wert, Gebühren ändern sich schnell.
Quelle: mempool.space – Mining (abgerufen am 30.10.2026)
5. Kurz notiert
Die US-Notenbank ließ den Leitzins am 28.10. bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Bitcoin fiel am 29.10. kurzzeitig unter 80.000 US-Dollar.
Quelle: CoinDesk (29.10.2026)
Zahl der Woche: 6,3 Milliarden US-Dollar
So hoch schätzt Binance den Schaden durch den Hack. Damit ist es der größte bekannte Börsen-Hack.
Was die Zahl nicht zeigt: Es ist die Schätzung der Börse selbst, und sie umfasst nicht nur Bitcoin. Rund 3 Milliarden sind laut Binance eingefroren, und 95 % hat Binance laut Reuters bereits mit eigenem Geld ersetzt.
Quellen: Binance: Security Incident Update (30.10.2026), Reuters via Investing.com (01.11.2026)
Marcels Merksatz
„Stur und stetig bleiben heißt nicht, alles auf eine Karte zu setzen, sondern jede Karte gut zu verwahren.“
Keine Anlageberatung, siehe Risikohinweis.
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